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Sonntag 24 März 2019
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Sicherheitskonzept

Stand: 15.05.2010


Das folgendes Dokument muss von jedem Teilnehmer eines Gleitschirm Acro Trainings des AC Beo sorgfältig durchgelesen und als Zeichen seines Einverständnisses unterzeichnet werden.

Tages Trainingsverantwortlicher (T-Leiter)

Für jedes Training bestimmt der Club-Vorstand einen Piloten, welcher dafür verantwortlich ist, dass alles Reibungslos abläuft und insbesondere das Sicherheitskonzept eingehalten wird. Seinen Anordnungen ist strikte Folge zu leisten. Der Tages-Trainigsverantwortliche wird nachfolgend nur noch T-Leiter genannt.

Persönlichkeitscheck

Ich bin körperlich sowie geistig fit und fühle mich den Anforderungen eines Acro-Fluges gewachsen.

Materialcheck

Mein Gleitschirm, mein Gurtzeug und mein Notschirm sind in einem einwandfreien Zustand. Das Fliegen mit zwei Notschirmen ist nicht vorgeschrieben, wird jedoch vom AC Beo dringend empfohlen.

  • Mein Gleitschirm weist keine offensichtlichen Mängel auf (Nähte, Tuch, Leinen, Leinenloops, Leinenschlösser, Tragegurte).
  • Mein Gleitschirm wird in den vom Hersteller empfohlenen Abständen durch eine Fachperson geprüft (Porosität des Tuches, Leinenlängen und    Leinenfestigkeit).
  • Mein Notschirm ist vor weniger als 6 Monaten frisch gepackt worden.
  • Die Aufhängung und die Montage meines Notschirms wurden fachkundig vorgenommen.
  • Mein Notschirm-Auslösesystem habe ich mittels Kompatibilitätscheck überprüft.
  • Die Notschirmsplinten überprüfe ich vor jedem Start.
  • Mein Gurtzeug überprüfe ich regelmässig auf möglichen Verschleiss (Karabiner, Brust- und Beingurte). 
  • Über dem See übe ich Acro-Manöver ausschliesslich mit einer ohnmachtssicheren Automatikschwimmweste

Manöver

Ich fliege ausschliesslich Manöver, welche meinem Könnensstand entsprechen und welchen ich mich gewachsen fühle. Ich bin mit der Theorie der von mir aktuell geübten Manöver bestens vertraut. Piloten, die sich offensichtlich überfordern, werden vom Training ausgeschlossen.

Startplätze

Es stehen verschiedene Startplätze zur Verfügung, die jeweilige Entscheidung der besten Wahl liegt beim T-Leiter und/oder dem Busfahrer. Am Startplatz verhalte ich mich rücksichtsvoll, hilfsbereit und sauber.

Landeplatz

Solange keine anderweitigen Abmachungen mit den Landbestizern bestehen, befindet sich der offizielle Landeplatz neben dem Forsthaus im Aaregg. Alternativen sind nur mit ausdrücklichem Einverstandnis des T-Leiters erlaubt.

Flybox

Die Flybox ist ein virtueller Zylinder über dem Wasser. Am jeweiligen Trainingstag wird besprochen und vom T-Leiter genau definiert, wo sich unsere Flybox befindet. Erst wenn der Pilot vor mir die Flybox verlässt und der Luftraum unter mir frei ist, beginne ich mit meinem Programm. Meine Manöver fliege ich ausschliesslich in dieser Flybox. Dabei muss ich ständig den Windversatz berücksichtigen und diesen vor allem auch bei einer Notschirmauslösung in Betracht ziehen. Im Zweifelsfall fliege ich lieber mal weiter auf dem See draussen. Meine Manöver fliege ich nur so tief, dass eine sichere Landung auf dem offiziellen Landeplatz jederzeit garantiert ist, im Zweifelsfall verzichte ich auf das letzte Manöver.


Besondere Gefahren:

  • Der Schwimmkran des Kieswerks verschiebt seine Position wöchentlich. Bei der Wahl meiner Flugposition muss ich mitsamt Winddrift stets genügen Abstand zu diesem Kran einberechnen. 
  • Solange ein Kursschiff in meiner Flybox ist, fliege ich keinerlei Manöver (auch nicht solche, die ich beherrsche). 
  • Rettungsboot 
  • In der Flybox angekommen beginne ich mit meinen Manöver erst, wenn das Boot unter mir seine Bereitschaft ankündigt. Als Bootsführer bin ich dafür verantwortlich, dass ich im Boot ein ErsteHilfe-Set, ein Kappmesser, 2 Ruder und ein Handy mitführe. Einem Notwassernden Piloten eile ich unverzüglich zu Hilfe und halte das Handy bereit um allenfalls weitere Hilfe (Seerettung, Rega...) zu alarmieren. Falls der notwassernde Pilot dem Bootsführer mit hoch gestreckter Hand zuwinkt, so bedeutet dies, dass alles in Ordnung ist und der Bootsführer kann sich als erstes darum kümmern, den Notschirm-Container aufzufinden und aus dem Wasser zu ziehen.

Notwasserung

Bei einer Notwasserung bleibe ich ruhig. Meine Schwimmweste bläst sich schlagartig auf und sorgt dafür, dass der Kopf über Wasser ist. Sollte die Schwimmweste nicht aufgehen, so löse ich sie manuell aus. Nach Möglichkeit löse ich mich vom Gurtzeug und schwimme von Schirm und Gurtzeug weg. Bin ich in den Leinen verheddert bleibe ich ruhig und warte auf die Rettung. Ist das Boot gerade mit dem „an Land bringen“ eines gewasserten Piloten beschäftigt, fliege ich höchstens Manöver, welche ich seit längerem über Land beherrsche, jedoch sicher keine Manöver mit expliziter Gefahr ins Tuch zu fallen.

Verhaltensregeln

Um das Fluggbeiet Axalp für Acro-Trainings und die gute Zusammenarbeit mit Landbesitzern, Flugschulen erhalten zu können, ist der AC Beo auf das Mitwirken eines jeden Teilnehmers angewiesen. Dazu zählt ein gewissenhaftes, zuvorkommendes und verantwortungsvolles Benehmen an Start-, Landeplätzen, in der Luft sowie hinter dem Boots- und Bussteuer. Es liegt im Interesse von uns allen, negative Zwischenfälle unbedingt zu verhindern. Piloten, die sich nicht an das Sicherheitskonzept halten, werden sofort vom Training ausgeschlossen.

Haftungsausschluss

Ich trage die alleinige Verantwortung für sämtliche Risiken bei der Ausübung des Gleitschirmsports und der Acro-Trainings, einschliesslich Drittschäden, Verletzung und Tod. Weder der T-Leiter, noch der AC Beo und dessen Partner können für meine Sicherheit garantieren oder dafür verantwortlich gemacht werden. Obschon jeder auf eigenes Risiko fliegt, liegt die Vermeidung von Unfällen im Interesse des Clubs und aller Beteiligten. Deshalb verpflichte ich mich mit meiner Unterschrift, alle Punkte dieses Reglements einzuhalten.

 

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